EIN WORT DAZU: Ein Etikett für Elzach

Ein Bericht der Badischen Zeitung vom 22.03.2011. Von Bernd Fackler.

"Mensch, wieso sind wir nicht schon früher auf diese Idee gekommen?" könnte man zu Recht mit Bürgermeister Holger Krezer fragen, am vergangenen Samstag bei der Eröffnung der neuen Handwerkerroute. Gewerbeverein und "Lebensqualität durch Nähe" haben mit den beteiligten Betrieben eine eigentlich verblüffend nahe liegende Idee auf einfache Weise umgesetzt. Denn das sprichwörtliche "Handwerkerstädtchen" ist Elzach ja stets gewesen und geblieben und ist es auch heute noch. Nun wird dieses alte Qualitäts-Etikett als neue Werbung für’s Gewerbe und für die Gesamtstadt eingesetzt. Sinnvollerweise, denn auf dem Gebiet Handwerk im weitesten Sinne hat Elzach, was viele andere (nicht mehr oder noch nicht) haben: Zum Beispiel eine Brauerei, eine Stadtmühle, eine Seifenmanufaktur, Uhrmacher, mehrere Metzgereien, Druckerei, Most- und Saftproduktion, Matratzenherstellung, Holz- und Steinbildhauer und noch vieles andere mehr.

Auch wenn jetzt noch längst nicht alle Betriebe bei der "Handwerkerroute" mit dabei sind und sich die neue Einrichtung erst nach und nach etablieren muss – sie könnte durchaus eine "Marke" werden. Auch beim "Brotweg" in Yach ging es nach der Devise "Gut Ding will Weile haben" – inzwischen ist dieser bei vielen Wanderern auch von weiter her sehr bekannt und beliebt. Warum sollte es mit der Handwerkerroute nicht ähnlich gut werden? Zumal, wenn mit dem erfolgten Bau der Ortsumgehungsstraße die "Routengänger" in absehbarer Zeit in einem verkehrsberuhigteren Städtchen die Handwerker besuchen können – echte Lebensqualität durch Nähe eben.